ANWENDERTEST PERSONAL TRANSLATOR (PT)
1. PT Usability Test
1.1 Testdesign
1.2 Versuchsbedingungen
1.3 Probanden
1.4 Testablauf
2. Präaktionale Befragung
3. Zeitersparnis
4. Produktivitätssteigerung
5. Effektivität und Effizienz
5.1 Effektivität
5.1.1 Qualität der Texte
5.1.2 Übersetzungsqualität in Abhängigkeit vom Vorwissen
5.2 Effizienz
5.3 Effizienzwerte nach Gruppen
6. Subjektive Variablen
7. Postaktionale Befragung
8. Abschließende Bewertung
1. PT Usability Test
1.1 Testdesign
Die vier Versuchsgruppen setzten sich folgendermaßen zusammen:
| |
Übersetzen
E-D |
Übersetzen
D-E |
| |
Gruppe
1 |
Gruppe
3 |
| Sachtext |
A/PT
A/W
B/W
B/PT |
B/W
B/PT
A/PT
A/W |
2
4
2
3 |
|
A/PT
A/W
B/W
B/PT |
B/W
B/PT
A/PT
A/W |
2
3
2
3 |
|
| |
|
|
| |
Übersetzen
E-D |
Erstellen |
| |
Gruppe
2 |
Gruppe
4 |
| Geschäftsbrief |
A/PT
A/W
B/W
B/PT |
B/W
B/PT
A/PT
A/W |
3
3
2
2 |
|
A/PT
A/W
B/W
B/PT |
B/W
B/PT
A/PT
A/W |
3
3
2
2 |
|
| |
|
|
Legende:
PT: Nur mit Personal Translator
W: nur mit Print-Wörterbuch
A, B: unterschiedliche Texte/Instruktionen für eine Aufgabenart
Tabelle 1: Testdesign
Insgesamt wurden die folgenden vier Aufgabentypen gestellt:
| 1. |
Übersetzen eines englischen Sachtexts ins Deutsche |
(Gruppe 1) |
| 2. |
Übersetzen eines englischen Geschäftsbriefs ins Deutsche |
(Gruppe 2) |
| 3. |
Übersetzen eines deutschen Sachtexts ins Englische |
(Gruppe 3) |
| 4. |
Erstellen eines englischen Geschäftsbriefs auf der Grundlage stichpunktartig
dargestellter Szenarios
|
(Gruppe 4) |
Zu jedem Aufgabentyp wurden zwei verschiedene, gleich schwere und gleich umfangreiche Texte bzw.
Instruktionen ausgewählt. Es handelte sich dabei um:
| zu 1: |
A) und B) Abituraufgaben Grundkurs zur Übersetzung von englisch nach
deutsch (etwa 200 Wörter). |
| zu 2: |
Englische Geschäftsbriefe Möbelhaus (A) und Softwarehersteller (B) an Kunden
(etwa 200 Wörter). |
| zu 3: |
Übersetzung eines deutschen Sachtexts ins Englische. A) Text aus einer Wirtschaftszeitung
B) deutsche Musterlösung aus dem Grundkursabitur zur Übersetzung
ins Englische. |
| zu 4: |
Erstellen eines englischen Texts. A) Reklamation an eine englische Fluggesellschaft
wegen beschädigten Gepäcks. B) Bewerbungsschreiben auf eine vorgelegte
Stellenausschreibung. |
Die ausgewählten Aufgaben waren bewusst relativ anspruchsvoll gewählt,
so dass bei angenommener breiter Streuung der Englischkenntnisse auch
eine hohe Varianz in den gemessenen Variablen zu erwarten war. Bei zu
einfachen oder zu schweren Aufgaben war aufgrund von Decken- bzw. Bodeneffekten
zu befürchten, dass eventuelle Effekte der Unterstützung des PT nicht
nachgewiesen werden können.
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1.2 Versuchsbedingungen
Die
40 Probanden wurden zufällig einer der vier Aufgabentypen zugewiesen.
Durch Versuchspersonenausfall (von den ursprünglich 41 geplanten Probanden
erschienen nur 40) ergaben sich folgende Gruppengrößen: Gruppe 1 ist
die größte Gruppe mit 11 Probanden, Gruppe 2 und 4 verfügen über je
10 Probanden und Gruppe 3 umfasst 9 Probanden. Jede Testperson bearbeitete
nur einen Aufgabentyp, dazu jedoch beide Texte bzw. Instruktionen (A
und B). Ein Text wurde mit PT, der andere nur mit Hilfe eines Wörterbuchs
bearbeitet. Sowohl die Reihenfolge der beiden unterschiedlichen Texte
bzw. Instruktionen als auch die Art der Übersetzungshilfe (PT= mit Personal
Translator, W= nur mit Wörterbuch) wurden systematisch permutiert, so
dass jede mögliche Kombination von zwei Personen bearbeitet wurde.
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1.3 Probanden
Die
Probanden wurden zufällig aus der Versuchspersonendatenbank des
MT Usability Engineering ausgewählt. Einzige Auswahlkriterien waren,
dass sie grundlegende PC-Kenntnisse sowie Kenntnisse der englischen
Sprache besaßen. Vier Probanden von der Uni Regensburg wurden von der
Firma Linguatec gestellt. Insgesamt nahmen 16 weibliche und 24 männliche
Probanden mit folgender Altersverteilung an der Untersuchung teil:
| Alter |
Anzahl |
| 18-20 Jahre |
3 |
| 21-30 Jahre |
20 |
| 31-40 Jahre |
12 |
| Über 40 Jahre |
5 |
Abbildung 1: Geschlecht und Alter der Teilnehmer
Bei der
Testdurchführung sollten die Probanden bereits mit dem PT umgehen
können, um Verzerrungen (insbesondere der Bearbeitungszeit) durch
Unerfahrenheit in der Bedienung zu vermeiden. Deshalb erhielten sie
eine Woche vor dem Test den PT zu Übungszwecken. Um sicherzustellen,
dass die Versuchspersonen tatsächlich mit dem PT arbeiteten, mussten
fünf Übungsaufgaben zur Funktionsweise des Programms beantwortet werden.
Die Lösungen wurden vor dem Anwendertest per e-Mail oder Fax eingereicht.
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1.4 Testablauf
|
1.
|
Empfang
und Begrüßung der Testpersonen, Einführung in den Usability Test. |
|
2.
|
Präaktionale
Befragung zu Vorerfahrungen. |
|
3.
|
Einschätzung
der subjektiven Bedeutsamkeit folgender vier Faktoren für die
jeweilige Übersetzungsaufgabe: sprachliche Perfektion, geringer
Zeitaufwand, geringe Anstrengung, Freude am Arbeiten. |
|
4.
|
Aufgabenbearbeitung:
Szenario A/B mit/ohne PT. |
|
5.
|
Einschätzung
der subjektiv wahrgenommenen Anstrengung, Zeitaufwand, Spaß. |
|
6.
|
5
Minuten Pause. |
|
7.
|
Aufgabenbearbeitung:
Szenario A/B mit/ohne PT. |
|
8.
|
Einschätzung
der subjektiv wahrgenommenen Anstrengung, Zeitaufwand, Spaß. |
|
9.
|
Postaktionale
Befragung: Interview zur Akzeptanz, Erfragung von Verbesserungsvorschlägen. |
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2. Präaktionale Befragung
Vor Beginn
der Bearbeitung beantworteten die Probanden die drei folgenden Fragen:
- Hatten
Sie vorher schon Erfahrung mit anderen Übersetzungshilfen? Wenn
ja, mit welchen? (Mehrere Antworten möglich)
32,5% der Probanden hatten keine Erfahrung mit Übersetzungshilfen.
66,5 % der Testpersonen hatten bereits mindestens eine andere
Übersetzungshilfe kennen gelernt.
29,6% der erfahrenen Probanden hatten bereits mehrere Übersetzungshilfen
benutzt. Dabei handelte es sich meist um gebührenfreie Internet
Services. Am bekanntesten ist Altavista, gefolgt von Leo, Babelfisch
und Babylon. Lediglich eine Testperson hatte im Vorfeld mit einem
käuflich erwerbbaren Übersetzungstool gearbeitet (Langenscheidt's
T1).
- Wofür
würden Sie eine Übersetzungshilfe benutzen? Bei dieser Frage waren mehrere Antworten möglich.
Wie aus Tabelle 2 hervorgeht, benötigte die Mehrzahl der Probanden eine Übersetzungshilfe im geschäftlichen Umfeld.
| |
In
Prozent
|
| Geschäftlich:
Erstellung von Geschäftsbrief, Vortrag, Bericht, Bewerbung |
41
%
|
| Sachtext
übersetzen: Zeitungsartikel, Internet-Webseite |
22
%
|
| Privater
Briefverkehr |
18
%
|
| Lernhilfe:
Hausaufgabe, Literaturübersetzen |
10
%
|
| Technische
Texte übersetzen, z.B. Bedienungsanleitungen |
9
%
|
Tabelle 2: Wofür würden Sie eine Übersetzungshilfe benutzen?
- Wie lange haben Sie sich im Vorfeld mit dem PT beschäftigt?
| Stunden |
In
Prozent
|
| bis
30 Min |
10
%
|
| bis
1 Std. |
13
%
|
| bis
2 Std. |
32
%
|
| bis
3 Std. |
29
%
|
| bis
4 Std. |
8
%
|
| mehr
als 4 Std. |
8
%
|
Tabelle 3: Dauer der Übung mit dem PT
Die Übungszeit der Probanden variierte in hohem Maße. Dennoch
schien sich jede Testperson ausreichend mit der Software beschäftigt
zu haben, da im Test nur sehr wenig Bedienprobleme auftraten.
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3. Zeitersparnis
Es wurde
berechnet ob die Verwendung des PT zu einer Zeitersparnis bei der
Bearbeitung führt.
In den
folgenden Tabellen sind die gemittelten Bearbeitungszeiten jeweils
für die Bearbeitung mit PT und Wörterbuch sowie die daraus resultierende
Zeitersparnis angegeben.
Über alle Gruppen:
| |
MW
Zeitaufwand |
Zeitersparnis
|
| Mit
PT |
21,1
Min
|
41,4
%
|
| Mit
Wörterbuch |
35,45
Min
|
|
Tabelle 4: Bearbeitungszeiten und Zeitersparnis über alle Gruppen
Gruppe 1 (Übersetzen engl. Sachtexte):
| |
MW
Zeitaufwand |
Zeitersparnis
|
| Mit
PT |
26,91
Min
|
26,37
%
|
| Mit
Wörterbuch |
36,55
Min
|
|
Tabelle 5: Bearbeitungszeiten und Zeitersparnis Gruppe 1
Gruppe 2 (Übersetzen engl. Geschäftsbriefe)
| |
MW
Zeitaufwand |
Zeitersparnis
|
| Mit
PT |
12,50
Min
|
65,47
%
|
| Mit
Wörterbuch |
36,20
Min
|
|
Tabelle 6: Bearbeitungszeiten und Zeitersparnis Gruppe 2
Gruppe 3 (Übersetzen deut. Sachtexte)
| |
MW
Zeitaufwand |
Zeitersparnis
|
| Mit
PT |
13,78
Min
|
61,17
%
|
| Mit Wörterbuch |
39,56
Min
|
|
Tabelle 7: Bearbeitungszeiten und Zeitersparnis Gruppe 3
Gruppe 4 (Erstellen engl. Geschäftsbriefe)
| |
MW
Zeitaufwand |
Zeitersparnis
|
| Mit
PT |
29,90
Min
|
-0,34
%
|
| Mit
Wörterbuch |
29,80
Min
|
|
Tabelle 8: Bearbeitungszeiten und Zeitersparnis Gruppe 4
Besonders bei den Gruppen 2 und 3 lässt sich eine überaus deutliche Zeitersparnis
nachweisen: Die Probanden konnten über 60% schneller arbeiten, wenn
sie den PT benutzten. Bei Gruppe vier jedoch führte die Verwendung des
PT zu einer um 0.3% verlangsamten Arbeitsleistung. Dieses Ergebnis ist
damit zu erklären, dass die Testpersonen es vorzogen, den Text erst
auf Deutsch zu formulieren und ihn dann mit Hilfe des PT zu übersetzen.
Dadurch brauchten Sie doppelt Zeit: zuerst für die deutsche Formulierung
und dann noch für die Korrektur der PT-Übersetzung.
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4. Produktivitätssteigerung
Es wurde ermittelt, ob die Verwendung des PT eine gesteigerte Produktivität
bewirkt. Die Produktivität wurde als Wortanzahl pro Bearbeitungsdauer
gemessen, d.h. die in einem Text erzielte Wortzahl wurde durch die benötigte
Bearbeitungszeit geteilt.

In den folgenden Tabellen sind die gemittelten Produktivitätswerte jeweils
für die Bearbeitung mit PT und mit Wörterbuch sowie die daraus resultierende
Produktivitätssteigerung angegeben.
Über alle Gruppen
| |
MW
Produktivität |
Produktivitätssteigerung
|
| Mit
PT |
14,10
|
164,45
%
|
| Mit
Wörterbuch |
5,30
|
|
Tabelle 9: Mittelwerte der Wortzahlen pro Zeitdauer und Produktivitätssteigerung über alle Gruppen
Gruppe 1 (Übersetzen engl. Sachtexte)
| |
MW
Produktivität |
Produktivitätssteigerung
|
| Mit
PT |
8,09
|
64,97
%
|
| Mit
Wörterbuch |
4,90
|
|
Tabelle 10: Mittelwerte der Wortzahlen pro Zeitdauer und Produktivitätssteigerung Gruppe 1
Gruppe 2 (Übersetzen engl. Geschäftsbriefe)
| |
MW
Produktivität |
Produktivitätssteigerung
|
| Mit
PT |
21,77
|
275,78
%
|
| Mit
Wörterbuch |
5,79
|
|
Tabelle 11: Mittelwerte der Wortzahlen pro Zeitdauer und Produktivitätssteigerung Gruppe 2
Gruppe 3 (Übersetzen deut. Sachtexte)
| |
MW
Produktivität |
Produktivitätssteigerung
|
| Mit
PT |
22,40
|
373,97
%
|
| Mit
Wörterbuch |
4,73
|
|
Tabelle 12: Mittelwerte der Wortzahlen pro Zeitdauer und Produktivitätssteigerung Gruppe 3
Gruppe 4 (Erstellen engl. Geschäftsbriefe)
| |
MW
Produktivität |
Produktivitätssteigerung
|
| Mit
PT |
5,76
|
-3,34
%
|
| Mit
Wörterbuch |
5,96
|
|
Tabelle 13: Mittelwerte der Wortzahlen pro Zeitdauer und Produktivitätssteigerung Gruppe 4
Die Produktivität stieg mit PT durchschnittlich um 164% an.
Gruppe 2 und Gruppe 3 profitierten wiederum besonders von einer Verwendung
des PT. Die Produktivitätssteigerung lag in diesen Gruppen bei rund
275% bzw. 374%, d.h. die Probanden erzeugten in derselben Zeit eine
drei bis viermal höhere Wortanzahl als mit einem Wörterbuch. Bei Gruppe
4 wiederum wurde eine um rund 3% verminderte Produktivität nachgewiesen.
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5. Effektivität und Effizienz
5.1 Effektivität
Mit Effektivität wird die Güte des Ergebnisses bezeichnet. In diesem
Fall wurde untersucht, ob die Bearbeitung der Texte mit dem PT zu besseren
Noten führt. Außerdem war in diesem Zusammenhang von Interesse, bei
welchem Grad an Vorwissen der PT die größte Hilfe darstellt.
5.1.1 Qualität der Texte
Es wurde über alle Gruppen und Versuchspersonen berechnet, ob die Noten
mit PT oder ohne PT besser ausfallen. Zur Berechnung wurden sowohl die
Durchschnittsnoten aller Lehrer als auch die Noten der einzelnen Lehrer
herangezogen. Nur bei dem zweiten Lehrer konnten mit dem PT bessere
Noten erzielt werden. Bei allen anderen Lehrern und bei den Durchschnittsnoten,
die aus den Urteilen aller Lehrer gebildet wurden, ist kein Unterschied
in der Notengebung feststellbar.
Gruppenstatistiken
| |
N
|
Mittelwert
|
Standard-
abweichung
|
MW
Note
Mit PT
Mit Wörterbuch |
46
40
|
6,54
5,33
|
3,20
4,26
|
Note
1
Mit PT
Mit Wörterbuch |
46
40
|
3,20
2,90
|
3,40
3,89
|
Note
2
Mit PT
Mit Wörterbuch |
46
40
|
8,72
6,29
|
3,69
4,99
|
Note
3
Mit PT
Mit Wörterbuch |
46
40
|
5,22
5,18
|
3,96
4,95
|
Note
4
Mit PT
Mit Wörterbuch |
46
40
|
|
5,10
5,76
|
Tabelle14: Mittelwerte und Standardabweichungen. MWNote bezeichnet den mittleren
Notendurchschnitt über alle Lehrer hinweg. Note 1-4 ist der Durchschnitt
aller Noten, die der jeweilige Lehrer 1-4 vergab.
T-Test bei unabhängigen Stichproben
|
Levene-Test
der Varianzgleichheit
|
T-Test
für die Mittelwertgleichheit
|
| |
F
|
Signifikanz
|
T
|
Sig.
(2-seitig)
|
| MW
Note |
5,567
|
0,021
|
1,483
|
0,142
|
| Note
1 |
,101
|
0,752
|
0,376
|
0,708
|
| Note
2 |
6,929
|
0,10
|
2,537
|
0,013
|
| Note
3 |
2,72
|
0,103
|
0,44
|
0,965
|
| Note
4 |
1,219
|
0,273
|
1,712
|
0,091
|
Tabelle 15: Ergebnisse des T-Tests
Im zweiten Schritt wurde untersucht, ob es innerhalb der Gruppen Unterschiede
in den Noten gibt. Hierzu wurde für jede Gruppe einzeln geprüft, ob
die Noten mit PT besser ausfallen als ohne. Dahinter steht die Vermutung,
dass der PT möglicherweise bei unterschiedlichen Aufgabenstellungen
unterschiedlich viel Nutzen zeigt. Dieser Annahme liegen die Ergebnisse
für Zeitersparnis und Produktivitätsgewinn zugrunde, die zeigen, dass
die verschiedenen Gruppen unterschiedlich stark von der Nutzung des
PT profitieren.
Bei den Gruppen 2 (Übersetzung eines englischen Geschäftsbriefs) und 3 (Übersetzung
eines deutschen Sachtexts) war ein signifikanter Mittelwertsunterschied
festzustellen, welcher sich aber auf die Notengebung von Lehrer 2 beschränkte.
Dies bedeutet, dass Lehrer 2 in den beiden Gruppen signifikant bessere
Noten für die Textversionen vergab, die mit PT erstellt worden waren.
Die Darstellung in den folgenden Tabellen beschränkt sich auf die signifikanten
Ergebnisse. Es soll jedoch darauf hingewiesen werden, dass bei Gruppe
2 erst eine mittlere Notendifferenz von 5,40 für ein signifikantes Ergebnis
ausreichte. Selbst mittlere Notenunterschiede von 3,70 oder 4,70 in
den anderen Gruppen wurden aufgrund der hohen Streuungen nicht statistisch
signifikant.
Gruppenstatistiken (englischen Geschäftsbrief übersetzen)
| |
N
|
Mittelwert
|
Standard-
abweichung
|
Note
2
Mit PT
Mit Wörterbuch |
10
10
|
12,10
6,70
|
1,79
6,72
|
Tabelle16: Mittelwerte und Standardabweichungen Gruppe 2, Lehrer 2
T-Test bei unabhängigen Stichproben (englischen Geschäftsbrief übersetzen)
|
Levene-Test
der Varianzgleichheit
|
T-Test
für die Mittelwertgleichheit
|
| |
F
|
Signifikanz
|
T
|
Sig.
(2-seitig)
|
| Note
2 |
47,193
|
0,000
|
2,456
|
0,033
|
Tabelle 17: Ergebnisse des T-Tests, Gruppe 3, Lehrer 2
Gruppenstatistiken (deutschen Sachtext übersetzen)
| |
N
|
Mittelwert
|
Standard-
abweichung
|
Note
2
Mit PT
Mit Wörterbuch |
9
9
|
8,89
5,11
|
2,57
4,20
|
Tabelle18: Mittelwerte und Standardabweichungen Gruppe 3, Lehrer 2
T-Test bei unabhängigen Stichproben (deutschen Sachtext übersetzen)
|
Levene-Test
der Varianzgleichheit
|
T-Test
für die Mittelwertgleichheit
|
| |
F
|
Signifikanz
|
T
|
Sig.
(2-seitig)
|
| Note
2 |
2,707
|
0,119
|
2,303
|
0,038
|
Tabelle 19: Ergebnisse des T-Tests, Gruppe 3, Lehrer 2
Seitenanfang
5.1.2 Übersetzungsqualität in Abhängigkeit vom Vorwissen
Die folgenden Diagramme zeigen, welchen Einfluss die Verwendung des PT bei
entsprechendem Vorwissen der Probanden hatte. Im unteren und mittleren
Notenbereich, d.h. wenn die Versuchspersonen über schlechte bis mittelmäßige
Englischkenntnisse verfügten, trug der PT zu einer Verbesserung der
Note bei. Die Probanden erzielten demnach bessere Noten wenn sie mit
PT arbeiteten. Bei guten bis sehr guten Englischkenntnissen der Probanden
schien der PT eher kontraproduktiv zu wirken: die Probanden produzierten
unter Zuhilfenahme des PT schlechtere Texte als mit Wörterbuch.
In der folgenden Abbildung stellen die Punkte die jeweilige Veränderung
in der Note dar, die ein Proband im Vergleich zu einer Bearbeitung mit
einem Wörterbuch (Werte der x-Achse) erfuhr. Die Trendlinie zeigt, dass
der Benefit des PT bei zunehmend besseren Noten geringer wird und schließlich
sogar ins Negative fällt. Die Gerade erhält man durch Regressionsrechnung
mit Hilfe der Methode der kleinsten Quadrate. Die Regression dient dazu,
den Zusammenhang zwischen der Prädiktorvariable (Note ohne PT) und der
Kriteriumsvariable (Verbesserung bzw. Verschlechterung der Note mit
PT) darzustellen. Die Beziehung zwischen den beiden Variablen wird graphisch
durch die Regressionsgerade repräsentiert, welche rechnerisch durch
die Gleichung y= -0,517x + 4,437 beschrieben ist. Der Korrelationskoeffizient
nach Pearson r zeigt die Enge des linearen Zusammenhang zwischen den
beiden Variablen auf, das Bestimmtheitsmaß r2 ist das Quadrat des Korrelationskoeffizienten.
Der Korrelationskoeffizient zeigt mit -,65 einen relativ engen negativen
Zusammenhang zwischen den erzielten Leistungen mit Wörterbuch und der
Verbesserung bzw. Verschlechterung mit PT.
Abbildung 2: lineare Regression
In der folgenden Abbildung wurde die Verbesserung bzw. Verschlechterung
durch den PT für jede ganze Notenstufe ermittelt. Die Verbindungslinie
zwischen den Notenstufen zeigt den Verlauf der Veränderung der Übersetzungsqualität
mit zunehmenden sprachlichen Fähigkeiten der Testpersonen.
Die Abbildung ist folgendermaßen zu interpretieren: bei einer Note von 0
Punkten ohne PT haben die Testpersonen eine durchschnittliche Verbesserung
von über 5 Punkten mit PT. Hat eine Versuchsperson ohne PT jedoch 10
Punkte erreicht, so erreicht sie mit PT eine durchschnittliche Verschlechterung
von -2, also nur 8 Punkte.
Abbildung 3: Veränderung der Übersetzungsqualität für die ganzen Notenstufen
Seitenanfang
5.2 Effizienz
Effizienz ist die Güte des Ergebnisses in Relation zum benötigten Aufwand.
In dieser Untersuchung wurden für die Effizienz vier verschiedene Maße
gebildet, um alle rechnerischen Möglichkeiten auszuschöpfen. Alle Variablen
(Noten, subjektive Gewichtung vor dem Test, subjektive Bewertung nach
der Aufgabenbearbeitung, objektive Zeit) wurden zu diesem Zweck normiert.
Das erste Maß ist eine gewichtete Summe (abgekürzt mit GEWICHTE).
In diese Summe geht die Gewichtung der Versuchspersonen ein, mit der
sie die subjektive Bedeutsamkeit verschiedener Faktoren (Qualität, Schnelligkeit,
Spaß, Einfachheit) einschätzten. Die Gewichtung wird dann mit dem im
Test erhaltenen Wert für die jeweilige Variable (bzw. mit ihrem Komplement)
multipliziert.

Das zweite Effizienzmaß (EFFIZIEN) bezieht die subjektiven Gewichtungen
nicht mit ein, sondern beschränkt sich lediglich auf die objektive
Ergebnisqualität (Note) und den dazu im Verhältnis stehenden Aufwand
(Anstrengung und subjektiver Zeitaufwand).

Das dritte Effizienzmaß (EFFOBJZE) ist genauso aufgebaut wie der zweite
Term, außer dass statt dem subjektiv eingeschätzten Zeitaufwand die
objektive Bearbeitungsdauer herangezogen wird.

Das vierte Effizienzmaß (EFFDAUER) ist die Note dividiert durch die
objektive Bearbeitungsdauer.

Für alle Maße wurde ein T-Test gerechnet, um festzustellen, ob die Bearbeitung
mit oder ohne PT effizienter vonstatten geht.
Gruppenstatistiken
| Übersetzungsweise |
N
|
Mittelwert
|
Standard-
abweichung
|
EFFDAUER
Mit PT
Mit Wörterbuch |
40
40
|
2,49
0,94
|
3,24
0,76
|
EFFOBJZE
Mit PT
Mit Wörterbuch |
40
40
|
3,93
0,86
|
8,14
0,76
|
GEWICHTE
Mit PT
Mit Wörterbuch |
40
40
|
5594,28
3789,00
|
1792,48
1551,30
|
EFFIZIEN
Mit PT
Mit Wörterbuch |
40
40
|
4,95
0,74
|
12,39
0,64
|
Tabelle10: Mittelwerte und Standardabweichungen
T-Test bei unabhängigen Stichproben
|
Levene-Test
der Varianzgleichheit
|
T-Test
für die Mittelwertgleichheit
|
| |
F
|
Signifikanz
|
T
|
Sig.
(2-seitig)
|
| EFFDAUER |
22,186
|
0,000
|
2,949
|
0,005
|
| EFFOBJZE |
13,137
|
0,001
|
2,376
|
0,022
|
| GEWICHTE |
1,017
|
0,316
|
4,816
|
0,000
|
| EFFIZIEN |
11,046
|
0,001
|
2,146
|
0,038
|
Tabelle 11: Ergebnisse des T-Tests
Bei alle vier Indizes ist eine signifikanter Mittelwertsunterschied erkennbar.
Die Effizienz wird also durch die Verwendung des PT signifikant gesteigert.
Seitenanfang
5.3 Effizienzwerte nach Gruppen
Es wurde für jede Gruppe einzeln untersucht, wie sich die vier Effizienzwerte
für die Bearbeitung mit oder ohne PT unterscheiden. In der Gruppe 1
(Übersetzung englischer Sachtexte) sind keine Mittelwertsunterschiede
statistisch signifikant. Für Gruppe 2 (Übersetzung englischer Geschäftsbriefe)
werden die Mittelwertsunterschiede signifikant, sowohl für gewichtete
Summen als auch für EFFDAUER.
Gruppenstatistiken
| Übersetzungsweise |
N
|
Mittelwert
|
Standard-
abweichung
|
EFFDAUER
Mit PT
Mit Wörterbuch |
10
10
|
4,99
0,87
|
4,38
0,66
|
EFFOBJZE
Mit PT
Mit Wörterbuch |
10
10
|
9,99
0,74
|
14,43
0,54
|
GEWICHTE
Mit PT
Mit Wörterbuch |
10
10
|
6768,88
3557,75
|
1926,27
1530,62
|
EFFIZIEN
Mit PT
Mit Wörterbuch |
10
10
|
13,77
0,61
|
22,78
0,38
|
Tabelle 12: Mittelwerte und Standardabweichungen, Gruppe 2
T-Test bei unabhängigen Stichproben
|
Levene-Test
der Varianzgleichheit
|
T-Test
für die Mittelwertgleichheit
|
| |
F
|
Signifikanz
|
T
|
Sig.
(2-seitig)
|
| EFFDAUER |
16,688
|
0,001
|
2,948
|
0,016
|
| EFFOBJZE |
11,419
|
0,003
|
2,026
|
0,073
|
| GEWICHTE |
1,625
|
0,219
|
4,127
|
0,001
|
| EFFIZIEN |
8,214
|
0,010
|
1,827
|
0,101
|
Tabelle 13: Ergebnisse der T-Tests, Gruppe 2
In der Gruppe 3 (Übersetzung eines deutschen Sachtexts) sind die gewichteten
Summen signifikant höher bei der Bearbeitung mit PT als bei der Bearbeitung
mit Wörterbuch.
Gruppenstatistiken
| Übersetzungsweise |
N
|
Mittelwert
|
Standard-
abweichung
|
EFFDAUER
Mit PT
Mit Wörterbuch |
9
9
|
2,65
1,08
|
3,65
0,86
|
EFFOBJZE
Mit PT
Mit Wörterbuch |
9
9
|
3,09
0,91
|
4,56
0,66
|
GEWICHTE
Mit PT
Mit Wörterbuch |
9
9
|
5956,67
3396,53
|
2058,26
1821,08
|
EFFIZIEN
Mit PT
Mit Wörterbuch |
9
9
|
2,94
0,74
|
4,88
0,53
|
Tabelle 14: Mittelwerte und Standardabweichungen, Gruppe 3
T-Test bei unabhängigen Stichproben
|
Levene-Test
der Varianzgleichheit
|
T-Test
für die Mittelwertgleichheit
|
| |
F
|
Signifikanz
|
T
|
Sig.
(2-seitig)
|
| EFFDAUER |
3,592
|
0,076
|
1,259
|
0,240
|
| EFFOBJZE |
10,050
|
0,006
|
1,417
|
0,193
|
| GEWICHTE |
0,250
|
0,624
|
2,795
|
0,013
|
| EFFIZIEN |
10,389
|
0,005
|
1,348
|
0,214
|
Tabelle 15: Ergebnisse der T-Tests, Gruppe 3
Bei Gruppe 4 (Erstellen eines englischen Geschäftsbriefs) zeigen die Ergebnisse
in dieselbe Richtung: die gewichteten Summen sind mit PT signifikant
größer als ohne PT.
Gruppenstatistiken
| Übersetzungsweise |
N
|
Mittelwert
|
Standard-
abweichung
|
EFFDAUER
Mit PT
Mit Wörterbuch |
10
10
|
0,79
0,87
|
0,51
0,83
|
EFFOBJZE
Mit PT
Mit Wörterbuch |
10
10
|
1,24
0,80
|
1,09
0,76
|
GEWICHTE
Mit PT
Mit Wörterbuch |
10
10
|
4958,25
3866,38
|
1003,19
1275,32
|
EFFIZIEN
Mit PT
Mit Wörterbuch |
10
10
|
1,51
0,66
|
1,65
0,52
|
Tabelle 16: Mittelwerte und Standardabweichungen, Gruppe 4
T-Test bei unabhängigen Stichproben
|
Levene-Test
der Varianzgleichheit
|
T-Test
für die Mittelwertgleichheit
|
| |
F
|
Signifikanz
|
T
|
Sig.
(2-seitig)
|
| EFFDAUER |
3,592
|
0,076
|
1,259
|
0,240
|
| EFFOBJZE |
10,050
|
0,006
|
1,417
|
0,193
|
| GEWICHTE |
0,250
|
0,624
|
2,795
|
0,013
|
| EFFIZIEN |
10,389
|
0,005
|
1,348
|
0,214
|
Tabelle 17: Ergebnisse der T-Tests, Gruppe 4
Seitenanfang
6. Subjektive Variablen
Hier wurde mit Hilfe von T-Tests ermittelt, ob die Bearbeitung mit oder ohne
PT anstrengender bzw. zeitaufwendiger war und welche Art der Bearbeitung
mehr Spaß gemacht hat. Die Ergebnisse werden hier über alle Gruppen
hinweg dargestellt.
Gruppenstatistiken
| Übersetzungsweise |
N
|
Mittelwert
|
Standard-
abweichung
|
ANSTRENG
Mit PT
Mit Wörterbuch |
40
40
|
35,75
62,43
|
27,77
24,22
|
ZEITAUFW
Mit PT
Mit Wörterbuch |
40
40
|
33,08
62,75
|
25,82
23,19
|
FREUDE
Mit PT
Mit Wörterbuch |
40
40
|
52,73
39,55
|
28,76
29,06
|
Tabelle 18: Mittelwerte und Standardabweichungen, subjektive Variablen
T-Test bei unabhängigen Stichproben
|
Levene-Test
der Varianzgleichheit
|
T-Test
für die Mittelwertgleichheit
|
| |
F
|
Signifikanz
|
T
|
Sig.
(2-seitig)
|
| ANSTRENG |
1,372
|
0,245
|
-4,579
|
0,000
|
| ZEITAUFW |
0,290
|
0,592
|
-5,408
|
0,000
|
| FREUDE |
0,381
|
0,539
|
2,038
|
0,045
|
Tabelle 19: Ergebnisse des T-Tests, subj. Variablen
Alle drei subjektiven Variablen zeigen vorteilhafte Ergebnisse für den PT.
Die Arbeit mit dem PT wurde als signifikant weniger anstrengend und
zeitaufwendig gefunden. Außerdem machte es den Probanden mehr Spaß,
mit dem PT zu arbeiten als mit dem Wörterbuch.
Seitenanfang
7. Postaktionale Befragung
Am Ende der Aufgabenbearbeitung waren im Rahmen eines Interviews folgende Fragen zu beantworten:
| 1. |
Sie
haben die Aufgabe nun einmal mit/einmal ohne dem Personal Translator
erarbeitet. Welche Art der Bearbeitung hat Ihnen besser gefallen?
Warum?
80% der Probanden bevorzugten die Bearbeitung mit PT, da sie ihrer
Meinung nach schneller, einfacher und effektiver ist.
20% der Probanden arbeiteten lieber mit einem Wörterbuch, da die
Nachbearbeitung sehr viel Zeit kostet.
|
| 2. |
Wie
sind mit dem Personal Translator zurecht bekommen?
87.5%
der Probanden gaben an, dass sie ohne Schwierigkeiten zurecht
gekommen seien.
12.5% der Teilnehmer sagten aus, dass sie im Vorfeld des Tests
Probleme mit der Installation hatten oder Schwierigkeiten hatten,
das Manual zu verstehen.
|
| 3. |
Wie
zufrieden sind Sie mit der Übersetzungsqualität, die vom Personal
Translator geliefert wird? Die Probanden wurden gebeten, Schulnoten
für die Übersetzungsqualität zu vergeben.
| Note |
Anzahl
|
| 1 |
2
|
| 2 |
19
|
| 3 |
7
|
| 4 |
6
|
| 5 |
6
|
Tabelle 20: Schulnoten
Es zeichnet sich eine überwiegend gute Bewertung der Übersetzungsqualität
ab. 21 Probanden (52,5%) fanden die Übersetzungsqualität sehr
gut bzw. gut.
|
| 4. |
Gibt
es etwas, was Ihnen bei der Arbeit mit dem Personal Translator
besonders gefallen hat? (mehrere Antworten möglich)
| Besonderheit |
Anzahl
|
| Einfache
Bedienung, einfache Übersicht und Funktionalität |
20
|
| Wörterbuch
und verschiedene Sachgebiete |
12
|
| Schnelligkeit |
11
|
| Integration
mit Word und mit Internet |
6
|
| Sprachausgabe |
3
|
| Nichts
besonders Positives aufgefallen |
4
|
Tabelle 21: Besonders positiv empfundene Aspekte
Drei
Punkte wurden von den Benutzern besonders positiv hervorgehoben.
Die Bedienung des PT ist überwiegend einfach, mit einem Button
kann man mühelos den ganzen Text übersetzen. Das Wörterbuch wurde
ebenfalls als sehr nützlich empfunden, da es zusätzliche Funktionalitäten
bietet, die über die bloße Übersetzung hinausgehen (automatische
Erkennung der Grundform, Angaben zur Syntax, Idiomatik, Übersetzungsbedingungen
und Verwendung). Die Schnelligkeit des PT wurde ebenfalls von
vielen Teilnehmern lobend erwähnt.
|
| 5. |
Gibt
es etwas, was Ihnen gar nicht gefallen hat? (Mehrere Antworten
möglich)
| Besonderheit |
Anzahl
|
| Nichts
besonders Negatives aufgefallen |
20
|
| Integration:
PT mit Word, PT mit BE, PT mit Internet |
6
|
| komplizierte
Menüführung, komplexe Oberfläche, schlechte Hilfsfunktion |
3
|
| schwere
Installation |
3
|
| Instabilität
|
3
|
| grobe
Unterteilung der Sachgebiete |
2
|
| Bedienung
anfangs schwierig |
1
|
| Sonstiges:
Zeitüberschreitung, zu ausführliches Handbuch |
2
|
Tabelle 22: Besonders negativ empfundene Aspekte
Die
Hälfte der Teilnehmer hatte nichts zu bemängeln. Als verbesserungsbedürftig
wurden vor allem die Integration des PT mit Word, Business English
und dem Internet empfunden. Ein paar Teilnehmer merkten an, dass
das Interface und die Menüführung zu kompliziert seien und die
Hilfe nicht ausreiche. Folgende Bedienprobleme traten in diesem
Zusammenhang auf: Der Begriff "Übersetzungsweise" wurde von vielen
Testpersonen anfangs nicht mit Sachgebieten in Verbindung gebracht;
es kam zu Verwirrung angesichts vieler unbekannter Zeichen in
der Symbolleiste; die Option "unbekannte Wörter suchen" blieb
für die Nutzer unklar; einige Benutzer hatten in der Einarbeitungsphase
Probleme mit dem Einstellen der Übersetzungsrichtung.
|
| 6. |
Haben
Sie Vorschläge, Wünsche, Anregungen, wie man den Personal Transaltor
verbessern könnte?
| |
Anzahl
|
| Bessere
Integration von PT mit Word bzw. Web-Browser und bessere Integration
von PT mit BE; einheitliche Oberfläche von PT & BE, Wörter
direkt im Web-Browser übersetzen |
11
|
| Unbekannte
Wörter sofort anzeigen z.B. durch Markierung im Text, Live-Update
des Wörterbuches via Internet, Umgangssprachewörterbuch, einfacheres
Eintragen unbekannter Wörter in das Wörterbuch |
11
|
| Bessere
(bzw. einfache) Menüführung und wenig komplexere Oberfläche
|
6
|
| Automatische
Erkennung der Übersetzungsrichtung |
3
|
| Anzeigen
von Übersetzungsvorschlägen |
2
|
| Automatische
Erkennung von Sachgebieten |
2
|
| Bessere
Hilfefunktion |
2
|
| Rechtschreibkontrolle
im Quelltext |
1
|
| Sonstiges:
Mehr Sachgebiete, dasselbe Programm für Macintosh, verschiedene
Stufen zu übersetzen, keine Zeitbegrenzung, besseres Manual |
6
|
Tabelle 23: Verbesserungsvorschläge
Die
meisten Benutzerwünsche bezogen sich auf die Integration des Personal
Translator mit anderen Komponenten (Webbrowser, Word, Business
English) bzw. auf das Wörterbuch und den Umgang mit unbekannten
Wörtern.
Des
Weiteren wurden ein automatisches Update aus dem Internet gewünscht
sowie ein leichteres Eintragen neuer Wörter in das Wörterbuch.
Das Interface sollte nach Meinung einiger Benutzer auf wenige
essentielle Funktionen reduziert werden. Die Vielzahl an unbekannten
Icons wirke verwirrend, zumal nur sehr wenige Funktionen tatsächlich
benutzt werden. Außerdem wurde eine Rechtschreibkontrolle im Quelltext
vorgeschlagen. Da Fehler im Quelltext automatisch zu Übersetzungsfehlern
im Zieltext führen, wäre die Rechtschreibkontrolle ein sinnvoller
Schritt zu weniger Übersetzungsfehlern und zu noch mehr Zeitersparnis
bei der automatisierten Übersetzung.
|
Seitenanfang
8. Abschließende Bewertung
Durch
seine hohe Aufgabenangemessenheit und die beachtenswerte Schnelligkeit
konnte der Personal Translator im Usability Test einen positiven Eindruck
vermitteln. Vor allem die Effizienz konnte mit dem Personal Translator
deutlich gesteigert werden. Auch die subjektiven Bewertungen
der Probanden zeigen ein überwiegend positives Bild. Die Arbeit mit
dem Personal Translator wurde als weniger anstrengend und zeitaufwendig
empfunden und machte mehr Spaß als das Übersetzen oder Texte erstellen
mit einem normalen Wörterbuch. Vor allem für Kunden mit mäßigen Englischkenntnissen
stellt der Personal Translator eine sehr sinnvolle Unterstützung dar,
die nicht nur zu erhöhter Produktivität und geringerem Zeitaufwand verhilft
sondern auch zu besseren Qualitätsbewertungen führt.
Das Auffinden der wichtigsten Befehle auf der Symbolleiste könnte durch
eine auffälligere Platzierung und den Verzicht auf einige Funktionen
vereinfacht werden. Bei der Funktionalität sind ebenfalls noch Ergänzungen
oder Veränderungen vorstellbar (vgl. hierzu auch Vorschläge der Probanden,
Tabelle 23), die die Bedienung noch weiter vereinfachen könnten.
Es wird in Zukunft verstärkt darum gehen, solche Nutzergruppen anzusprechen,
die bislang vom Personal Translator in geringerem Maße profitieren.
Personen mit guten bis sehr guten Englischkenntnissen nutzen verstärkt
andere Funktionen des Personal Translator und weniger die reine Übersetzungsfunktion.
Eine automatische Übersetzung kann für diese Probanden niemals so gut
sein wie ihre eigene und selbst mit Nachkorrektur erzielen sie schlechtere
Ergebnisse als mit einer selbständigen Übersetzung (vergleiche Ergebnisdarstellung
5.1.2). Probanden mit guten Vorkenntnissen brauchen eher das Wörterbuch
für gezieltes Nachschlagen sowie die Idiomatikfunktion für bestimmte
Wendungen und Ausdrücke, die man mit Vokabeln allein schwer erschließen
kann. In einer so hoch idiomatischen Sprache wie dem Englischen stellt
die Idiomatikfunktion ein unerlässliches Feature für Kunden dar, die
nicht nur einen korrekten, sondern auch einen sprachlich geschliffenen
Text erstellen möchten. Werden Funktionalität und Usability dieser beiden
Funktionen weiter optimiert, können auch Nutzer mit hohem Ausgangsniveau
in der englischen Sprache noch Effektivitäts- und Effizienzsteigerungen
erreichen.
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